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Hortkinder der Grundschule 3 sollen in Kita Tausendfüßler aufgenommen werden | Taucha kompakt

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Veröffentlicht am 09.04.2024 13:50

Hortkinder der Grundschule 3 sollen in Kita Tausendfüßler aufgenommen werden

Beim Containerbau für die Grundschule 3 läuft der Stadt Taucha die Zeit davon. Weil die Baugenehmigung noch immer nicht erteilt wurde, muss die Verwaltung nun die Unterbringung der Hortkinder ab dem neuen Schuljahr 2024/25 anderweitig planen.

Die Kita Tausendfüßler mit dem benachbarten Ärztehaus. (Foto: Daniel Große)
Die Kita Tausendfüßler mit dem benachbarten Ärztehaus. (Foto: Daniel Große)
Die Kita Tausendfüßler mit dem benachbarten Ärztehaus. (Foto: Daniel Große)
Die Kita Tausendfüßler mit dem benachbarten Ärztehaus. (Foto: Daniel Große)
Die Kita Tausendfüßler mit dem benachbarten Ärztehaus. (Foto: Daniel Große)

Die Erdarbeiten sind größtenteils erledigt. Seit der Woche vor Ostern bewegt sich der Bagger an der Dewitzer Straße nicht mehr. Hier soll der Containerbau der Grundschule 3 entstehen. Dass nun schnell die Container anrollen, davon ist weiterhin nicht auszugehen. Nach wie vor schaffen es offenbar der Generalunternehmer KB Container und die Landesdirektion Sachsen nicht, gemeinsam alles dafür zu tun, um die Prüfung des Bauvorhabens im Einzelfall positiv zu bescheiden, damit das Landratsamt Nordsachsen anschließend und endlich die Baugenehmigung für die dringend benötigte Schule erteilen kann. Mittlerweile ist die Posse um den Übergangsbau bei vielen Bürgern der Stadt zur Lachnummer verkommen. Einige glauben nicht mehr daran, dass hier jemals eine Containerschule entstehen wird. Von Behördenwillkür und schläfrigen Beamten, die den Ernst der Lage nicht erkennen, ist die Rede.

Still ruht der Bagger am Baufeld der Grundschule 3, obwohl die Stadt Taucha den Übergangsbau in Containerbauweise dringend benötigt. (Foto: Daniel Große)
Still ruht der Bagger am Baufeld der Grundschule 3, obwohl die Stadt Taucha den Übergangsbau in Containerbauweise dringend benötigt. (Foto: Daniel Große)
Still ruht der Bagger am Baufeld der Grundschule 3, obwohl die Stadt Taucha den Übergangsbau in Containerbauweise dringend benötigt. (Foto: Daniel Große)
Still ruht der Bagger am Baufeld der Grundschule 3, obwohl die Stadt Taucha den Übergangsbau in Containerbauweise dringend benötigt. (Foto: Daniel Große)
Still ruht der Bagger am Baufeld der Grundschule 3, obwohl die Stadt Taucha den Übergangsbau in Containerbauweise dringend benötigt. (Foto: Daniel Große)

Auch die Stadtverwaltung Taucha glaubt aktuell trotz stetiger Beteuerung seitens KB Container nicht daran, dass die Schule inklusive der umfangreichen Abnahmen und der Gestaltung des Außengeländes zum Schuljahresstart 2024/25 fertig ist. „Das Zeitfenster schließt sich abermals. Darum haben wir immer gesagt, dass wir einen Plan B erarbeiten”, sagt Bürgermeister Tobias Meier. Dieser Plan B nimmt nun Gestalt an. Am Donnerstag soll der Stadtrat entscheiden, dass die Kita Tausendfüßler im Wohngebiet Bogumils Garten an der Ernst-Moritz-Arndt-Straße 15a teilweise zum Hort umgebaut wird. „Wir haben geschaut, wo die Hortkinder bestmöglich betreut werden können, ohne einen allzu weiten Weg von der Regenbogenschule aus zu haben. Ziemlich schnell kamen wir dann auf die Kita Tausendfüßler”, so Meier weiter. Im Obergeschoss der Einrichtung sollen sie übergangsweise untergebracht werden. Konkret gehe es um die Hortkinder aus der ersten Klasse. Auch, damit der Altersunterschied zu den Kindergartenkindern nicht allzu groß werde.

Umgebaut werden müssen vor allem die sanitären Anlagen, um Hortkinder aufnehmen zu können. Getrennte WC-Räume, in der Höhe passende Armaturen und Schamwände seien nötig, so Helge Zacharias, FachbereichsleiterBauwesen. Außerdem gebe es Vorgaben in Sachen Schallschutz. Eine Baugenehmigung sei für die Arbeiten nicht nötig. Auch der Träger der Einrichtung, die Volkssolidarität Leipziger Land/Muldental, sei bereits unterrichtet. Positiver Nebeneffekt: Der Hort der Grundschule 3 wird vom gleichen Träger betrieben, so dass keine zwei Träger unter einem Dach zusammenarbeiten müssen. Zweiter positiver Effekt: Der Busverkehr zur Grundschule Am Park sei dann nicht mehr nötig. Einschränkungen für die Kinder und das Personal der Kita soll es nicht geben; der Tausendfüßler ist nicht voll ausgelastet. Seit dem vergangenen Jahr seien kaum noch Kinder aufgenommen worden, sagt Tobias Meier. Das Gebäude inklusive des benachbarten Ärztehauses, das der städtischen Gesellschaft WOTa gehört, müsste generell einer größeren Sanierung unterzogen werden.

Stadtrat muss Mittel bewilligen

Für den Umbau der Kita soll der Stadtrat 200.000 Euro Budget bewilligen. „Vermutlich werden wir nur rund 100.000 Euro benötigen, wollen aber mit der Maximalsumme von 200.000 Euro auf Nummer sicher gehen”, so der Bürgermeister. Das Geld komme aus der höheren Gewerbesteuereinname, die Finanzierung sei also gesichert, sagt auch Kämmerer Marcus Rietig. Falls der Stadtrat am Donnerstag zum Einen die Summe freigibt und zum anderen die Umbauarbeiten genehmigt, beginnen diese Arbeiten jedoch nicht sofort. „Einen genauen Start zu finden, ist schwierig. Wir warten noch einige Zeit, bis wir endgültige Klarheit haben, ob die Baugenehmigung für den Containerbau doch in Kürze kommen könnte. Falls nicht, werde mit dem Umbau „auf jeden Fall so begonnen, dass wir zum Schuljahresbeginn fertig sind”, so Tobias Meier.

Wie viele Kinder letztlich den Hort in der Kita Tausendfüßler besuchen, sei noch nicht ganz klar. Dies hänge davon ab, ob es eine oder zwei neue erste Klassen für die Grundschule 3 geben wird. Für die Stadt sei das A und O, dass jedes Kind einen Hortplatz bekomme. Geplant werde aber mit rund 60 Hortkindern. Dies wäre ausreichend, um so viele Schüler der Grundschule 3 zu betreuen, dass der Hort „Tauchsches Spielhaus” in der Regenbogenschule für alle anderen Schüler der Grundschule 3 und der Regenbogenschule ausreicht. Eines ist aber sicher und steht auch so in der Sitzungsvorlage: Die ohnehin knappen Ressourcen in der Regenbogenschule werden in der Unterrichtszeit im Schulgebäude noch weiter geschmälert.

Aber vielleicht passiert ja doch noch ein Wunder in den Amtsstuben und das ganze Procedere ist nicht nötig...


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Daniel Große
Daniel Große
Daniel Große arbeitet seit 2001 als freier Journalist und berichtet hier zu allen Themen, die unsere Region bewegen. Infrastruktur, Blaulicht-Meldungen, Veranstaltungen, Neues aus den Rathäusern und vieles mehr veröffentlicht er hier. Schnell, kompakt und verständlich.
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