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Slainté mhath! Tipps zu Europas interessantestem Land

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Sonnenuntergang hinter dem Caerlaverock am Fluss Nith

Schottland – das Land der skurrilen Sportarten, der wilden Kämpfer in „Röcken“ und des schräg-kreischenden Dudelsacks. So oder ähnlich wird das kleine Land im Norden der britischen Inseln allgemein gern dargestellt. Doch sollte dies wirklich schon alles sein, was die knapp 5,5 Millionen Schotten zu bieten haben?

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Ein Gastbeitrag von Nico Kermes, Inhaber von Feinbrand Taucha.

Jedem, der sich auch nur ein einziges Mal mit dem Gedanken getragen hat, Schottland zu bereisen, sei wärmstens ans Herz gelegt, dies auch zu tun. Die beste Reisezeit ist Juni bis August. Wer es ruhig mag, sollte dem Frühsommer und Herbst den Vorzug geben. In nur zwei Flugstunden erreicht man von Deutschland ganz bequem einen der drei großen Flughäfen in Edinburgh, Glasgow oder Aberdeen.

Was zuerst auffällt, wenn man den Airport verlässt, ist der Hinweis am Straßenübergang: „Look right!“ Denn in Schottland wird, wie überall auf der Insel der Linksverkehr praktiziert. Alles halb so wild, denn jeder hält sich daran und auch die Autos haben das Steuer praktischerweise auf der anderen Seite. Und nachdem man dreimal auf der falschen Seite in Taxi oder Mietwagen eingestiegen ist, merkt man es sich. Bevor man los fährt, sollte man ein paar Euros in Pfundnoten getauscht haben. Sinnvoll ist der Umtausch in Schottland direkt, denn nur dort erhält man die schottischen Pfundnoten. Englische Noten sind gültig, werden aber in vielen Orten im Norden des Landes nur ungern angenommen. Die alte Feindschaft zum „Besatzer England“ wird gelebt.

Der Klassiker: Loch Ness, Heimat von Nessie, dem Monster. Oder auch nicht…

Frohen Mutes beginnt die Fahrt. Egal in welcher Richtung man die Großstadt verlässt, nach wenigen Meilen ist man im wahren Schottland angekommen. Sanft gewellte Hügel, samtig begrünt und in höheren Lagen fast schwarz, darüber ein spektakulärer Himmel. In den Tälern, „Glens“ genannt, bahnen sich glasklare Flüsse und Bäche ihren Weg durch das Gestein. Ein Wasserfall kommt vom Berg, fließt über die Straße in den Bach hinein. Der Lauf ist gesäumt von unzähligen wilden blauen Hyazinthen und Heidekraut in bunten Farben. Im abendlichen Sonnenlicht entsteht eine Pracht, die ihresgleichen sucht. Nach Sonnenuntergang beginnt das nächtliche Treiben in freier Natur. Vögel zwitschern sich in den Schlaf und werden abgelöst von tausenden Fledermäusen, die den Tag in einer der vielen Schlossruinen verbringen. Die gesamte Insel ist gespickt mit solchen Orten, an denen man seinen inneren Frieden finden kann.

Grüne Idylle Westschottlands mit Regenbogen

Übernachtet man in einem der vielen B&B’s (Bed and Breakfast) lernt man das Leben der Einwohner hautnah kennen. Man sitzt mit den Hausbewohnern am Tisch, ist für kurze Zeit Teil der Familie. Nach einem stärkenden Frühstück und herzlichen Abschied darf natürlich der Besuch einer Whiskybrennerei nicht fehlen.

Die Glenfiddich Distillery, Heimat der Glenfiddich Single Malt Whiskys.

Neben dem Tourismus ist Whisky die wichtigste Stütze der schottischen Wirtschaft. Es bietet sich an, zunächst in einer der bekannteren Distilleries Halt zu machen. Für ein paar Pfund nimmt man einer unterhaltsamen Führung (manchmal auch auf Deutsch) teil. Diese endet meist im Shop der Brennerei und man kann ein paar Single Malt Whiskies probieren. Mit dem Kauf kann man sich getrost zurück halten. Durch die hohe Branntweinsteuer ist Whisky vor Ort etwas teurer als in Deutschland. Die meisten Abfüllungen kann man auch hier im wohlsortierten Fachhandel kaufen. Dazu bekommt man gratis eine Kostprobe und Geschichten aus dem interessantesten Land Europas. „Auf gute Gesundheit“, oder wie der echte Schotte spricht: „Slainté mhath!“

Der Fluss Dee nahe Braemar in den schottischen Highlands.

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Veröffentlicht am 11. August 2017 um 11:32 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 11. August 2017 um 11:32 Uhr.

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