Da kommen sommerliche Gefühle auf: Einige der Akteure der KoLa Leipzig eG.
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Ab Herbst 2020 will die Kooperative Landwirtschaft (KoLa) Leipzig in Plösitz 35 Hektar Land bewirtschaften. Auf dem Weg dahin ist jetzt eine wichtige Hürde genommen: Die Genossenschaft ist beim Registergericht eingetragen. Außerdem verkündet der Vorstand in einem Jahresrückblick weitere Erfolge.

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„Gegenstand der Genossenschaft: die Erzeugung landwirtschaftlicher Produkte, deren Lagerung, Verarbeitung, Vermarktung und Vertrieb sowie die Organisation und Durchführung von Veranstaltungen zu ökologischer und solidarischer (Land-)Wirtschaft, saisonaler und regionaler Ernährung und gutem Essen. Die Genossenschaft kann dazu Grundstücke und Bauten in allen Rechts- und Nutzungsformen bewirtschaften, errichten, erwerben, und betreuen.“ – So steht es in der Bekanntmachung über die Eintragung der Kola Leipzig eG vom 4. Dezember 2019 zu lesen. Die Erläuterungen beschreiben ziemlich perfekt den Zweck der Genossenschaft, die sich zum Ziel gesetzt hat, 5000 Menschen in Taucha und Leipzig mit Gemüse und Obst zu versorgen.

Der Weg zur Eintragung war laut Jan-Felix Thon, einem der Vorstände der Genossenschaft, recht lang. Es hätte Bedenken hinsichtlich des Namens gegeben. Die Nähe zum Getränk Cola und auch wegen des Leipzig-Zusatzes hätten Diskussionen ausgelöst. Auch sei der Finanzplan lange geprüft worden. „Nun sind wir aber endlich soweit, haben 105 Mitglieder, der Bauantrag für unsere Wirtschaftshalle in Holz-Strohbauweise ist gestellt und im Mai können wir schon die ersten Gemüsekisten ausliefern“, sagt er. Möglich ist das durch eine Kooperation mit Martin Hänsel vom Bio-Hof in Sehlis. Hier kann die KoLa Leipzig eG bereits ab Frühjahr Gemüse anbauen und so schon vor der Inbetriebnahme der eigenen Felder tätig werden.

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Außerdem informiert die Genossenschaft über größere Erfolge. So soll auf deren Gelände künftig das weltweit erste durch Solarthermie beheizte Gewächshaus stehen. Dafür wurde ein Energiekonzept skizziert und durchgerechnet. Außerdem wurde der Businessplan in verschiedenen Möglichkeiten gerechnet, ein neunköpfiger Aufsichtsrat ernannt und eine genaue Anbauplanung entwickelt, um das ganze Jahr über Gemüse und Obst in der richtigen Menge liefern zu können.

Weitere Schritte von KoLa Leipzig waren unter anderem ein Forschungsantrag mit der Anna Linde gGmbH und dem Deutschen Biomasseforschungszentrum zu Blühstreifen für Bienen und Insekten. Zudem arbeitet die Genossenschaft mit der Universität Hannover zusammen. Konkret wurde hier ein Forschungsprojekt zur Bodenfruchtbarkeit auf den Weg gebracht.


Im Frühjahr sei eine Kampagne geplant, um die Kooperation mit dem Konsum Leipzig und die Einwerbung von Darlehen bekannt zu machen. Nächstes Ziel der Genossenschaft ist das Erreichen der 400 Mitglieder, um den Betrieb auf wirtschaftlich sichere Beine zu stellen.

(1 mal heute gelesen)

Veröffentlicht am 13. Dezember 2019 um 10:16 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 13. Dezember 2019 um 10:30 Uhr.

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Daniel Große ist Herausgeber von Taucha kompakt. Er arbeitet seit 2001 als freier Journalist und berichtet hier zu allen Themen, die Taucha bewegen. Infrastruktur, Blaulicht-Meldungen, Veranstaltungen, Neues aus dem Rathaus und vieles mehr veröffentlicht er hier. Schnell, kompakt und verständlich.
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