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Taucha schwingt wieder die Kettensäge

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Bis Ende des Monats dürfen Bäume noch ohne Sondergenehmigung gefällt und beschnitten werden. Auch die Stadt Taucha beziehungsweise die von ihr beauftragten Unternehmen machen derzeit wieder rege Gebrauch von der Kettensäge. Im Park an den Schöppenteichen sowie an der Wurzner Straße und auch rings um das Gymnasium sind Bäume gefallen oder werden noch gefällt.

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Die Fällungen begründet die Stadt unter der Überschrift „Hinweise zu den Baumschnittarbeiten“ auf ihrer Website vor allem mit Verkehrssicherungsmaßnahmen. Heißt: Viele Bäume sind nicht mehr standsicher oder sind von Totholz betroffen, das herunterfallen könnte.

Davon betroffen war auch die große Kastanie am Eingang des Parks in der Wurzner Straße, die nun gefällt werden musste. „Diese Empfehlung auszusprechen, haben wir uns nicht leicht gemacht“, teilt die Stadtverwaltung auf der Website mit. Nötig war der Radikalschnitt dennoch, weil eine Risiokoabschätzung und Bohrwiderstandsmessung ergeben hätten, dass auch mögliche Schnittmaßnahmen unter Beachtung der Verkehrssicherheit für Straße und Gehweg auf Dauer nicht wirtschaftlich gewesen wären. Oder kurz: Der Erhalt der Kastanie wäre zu teuer und nur aufschiebend – irgendwann hätte sie ohnehin weg gemusst.

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Insgesamt sind 25 Bäume am Landschaftspark Wurzner Straße von Fällung oder Kronenschnitt betroffen. Heute früh fiel beispielsweise ein großer Baum am Parkplatz an der Festwiese. Einer von insgesamt fünf Bäumen. Für Ersatz soll bereits ab März gesorgt werden, so die Stadt auf der Website, ohne mitzuteilen, wo die Ersatzpflanzungen erfolgen sollen.

Auch am kleinen und großen Schöppenteich sei es nötig, Totholz zu entnehmen und Fällungen durchzuführen. Rings um die Mehrzweckhalle und die Grundschule am Park müssen acht weitere Bäume weichen.

Im Wald am Winneberg sei noch eine Durchforstungsmaßnahme geplant. Im Klartext: Auch hier sollen Bäume gezielt entnommen, also gefällt, werden, um die Stabilität des Baumbestandes zu sichern. Seit längerem sei man hier bemüht, einen optimalen Zeitpunkt zu finden, um so wenig Schäden wie möglich anzurichten. Die auf der Website noch angedeutete Hoffnung auf eine längere Frostperiode dürfte aber wohl angesichts der aktuellen Temperaturen bereits geschwunden sein. Wann das Vorhaben umgesetzt wird, ist nicht bekannt.

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Veröffentlicht am 21. Februar 2019 um 16:58 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 13. März 2019 um 9:49 Uhr.

2 Kommentare

  1. Wie jedes Jahr, der Wahnsinn kennt keine Grenzen. Da ist die Natur nun schon so geschädigt und es wird immer weiter gemetzelt. Nur weiter so Taucha. Von Ökostadt kann man leider nicht mehr reden. Entweder Betonieren oder Fällen. Eine traurige Entwicklung.

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