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Münchner Modell für Taucha: Neue Drehleiter eingetroffen

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Die Freiwillige Feuerwehr Taucha hat seit heute eine neue Drehleiter. Nach zwei Tagen Einweisung und Abnahme in Ulm fuhr Wehrleiter Cliff Winkler die Magirus DLK(a) 23/12 am Nachmittag nach Taucha.

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Standesgemäß mit Sirenengeheul wurde es in Taucha begrüßt, das neue Fahrzeug. Alles, was bei der Freiwilligen Feuerwehr Taucha Licht und „Musik“ machen konnte, fuhr ein Mal um den Markt, als die Drehleiter dort zur kurzen Präsentation einfuhr. Die Drehleiter von Magirus zeichnet sich unter anderem durch die geringe Höhe aus. Das so genannte Münchner Modell wurde ursprünglich für die bayerische Landeshauptstadt gebaut und ist nun unter anderem in Taucha, Schkeuditz, Oschatz und Döbeln zu Hause. Bis sie zum Einsatz kommen kann, dauert es aber wohl etwas, wie Cliff Winkler sagte: „Zuerst müssen alle Kameraden mit der Technik vertraut werden, das Fahrzeug fehlerfrei bewegen können. Das dauert – auch coronabedingt – etwas. Ich schätze mal, im März können wir sie für Einsätze verwenden.“

Die neue vollautomatische Drehleiter mit einer Nennrettungshöhe von 23 Meter, bei einer Nennausladung von 12 Metern, daher die Bezeichnung DLK(a) 23/12, löst eine mittlerweile fast 20 Jahre alte Metz- Drehleiter ab, für welche in den nächsten Jahren kostenintensive Reparaturen und Revisionen nötig gewesen wären. Die alte Drehleiter soll nach Indienststellung der neuen verkauft werden, einen Interessenten gebe es aber noch nicht, teilt die Stadtverwaltung mit.

Technisch hat die neue Drehleiter einige Rafinessen: Zum einen das abknickbare Gelenkteil, welches es ermöglicht, auch an schwerzugänglichen Stellen eine Rettung vorzunehmen. Zum anderen ist der Rettungskorb jetzt für bis zu 500 kg zugelassen, was die Rettungskapazität nochmals erhöht. Ein automatischer Wasserwerfer am Korb, welcher auch vom Boden aus bedient werden kann, unterstützt die Kameraden bei der Brandbekämpfung. Das niedrige Fahrgestell zeichnet sich durch eine optimale Bewegungsfreiheit in Tauchas engen Straßen aus und das Abstützsystem der Leiter ist auf kleine Flächen ausgelegt und wird dazu vollelektronisch überwacht.

Die Kosten der Leiter belaufen sich auf circa 730.000 Euro, wobei sich die Fördersumme aufgrund der Sammelbeschaffung mit Schkeuditz, Oschatz und Döbeln auf 525.000 Euro erhöht hat. Die Restsumme kommt aus dem städtischen Haushalt.

Auch Tauchas Bürgermeister Tobias Meier war bei der kurzen Präsentation dabei. Er sagte: „Eine gute und technisch hochmodern ausgestattete Drehleiter ist bei unserer Gebäudestruktur in Taucha und den Ortsteilen unverzichtbar. Ich danke dem Stadtrat, der die Anschaffung im Jahr 2019 einstimmig beschlossen hatte. Mit zunehmendem Reparaturbedarf ist die bisherige Drehleiter den heutigen Anforderungen nicht umfänglich gewachsen. Es ist uns wichtig, rechtzeitig zu handeln, um nicht eines Tages ohne funktionstüchtige Drehleiter dazustehen. Die Einsatzfähigkeit muss jederzeit gewährleistet sein.“

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Veröffentlicht am 9. Dezember 2020 um 19:14 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 9. Dezember 2020 um 19:52 Uhr.


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