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Über 50 Corona-Infektionen: Eilenburger Klinik erreicht Belastungsgrenze

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Das Eilenburger Krankenhaus hat die Belastungsgrenze erreicht. Bereits gestern war dies in der Collm-Klinik Oschatz der Fall.

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„Gesundheitsamt und Klinikleitung sind übereingekommen, geplante Aufnahmen von Patienten zu stoppen und nur noch Notfallbehandlungen vorzunehmen“, gab am heutigen Freitag Nordsachsens Landrat Kai Emanuel bekannt, der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Kreiskrankenhaus Delitzsch GmbH ist, zu der die Eilenburger Klinik gehört. „In den vergangenen Tagen wurden mehr als 50 Mitarbeiter und Patienten positiv auf das Corona-Virus getestet. Das lässt keinen Normalbetrieb mehr zu.“

„Um die weitere Verbreitung des Virus zu verhindern, unterziehen wir ab sofort unser gesamtes Personal regelmäßig einem Schnelltest“, sagt der Geschäftsführer des Kreiskrankenhauses, Steffen Penndorf. Pflegekräfte und Dienstleister sollen nur noch in abgegrenzten Bereichen arbeiten, um eine Durchmischung zu verhindern. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass in den Kliniken ein Besuchsverbot gelte und appellierte an die Bevölkerung, die AHA+L-Regeln unbedingt einzuhalten und damit zur Eindämmung der Pandemie beizutragen.

„Sollten die Corona-Zahlen im Eilenburger Krankenhaus weiter nach oben gehen, werden wie schon in der Oschatzer Klinik nur noch Patienten behandelt werden können, die nach dem Triage-System in die Kategorie Rot fallen, also akut lebensbedrohliche Notfälle sind“, schätzt die amtierende Gesundheitsamtsleiterin, Dr. Steffi Melz, ein.

Landrat Kai Emanuel wies nochmals darauf hin, dass die von außen in die Kreiskrankenhäuser hineingetragenen Infektionen zeigen, dass es keiner Covid-19-Intensivpatienten bedarf, um eine Klinik an ihre Belastungsgrenze zu bringen. „Wenn das Personal infiziert ist, dann nützen auch freie Betten nichts. Dass wir Kontakte reduzieren und damit Ansteckungsmöglichkeiten absolut minimieren müssen, um Corona mit seinen unterschiedlichen Auswirkungen zu stoppen, sollte nun langsam jedem klar sein.“

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Erst gestern hatte die Collm-Klinik Oschatz einen Aufnahme-, Verlegungs- und Besucherstopp verhängt, weil mehr als 40 Mitarbeiter und Patienten von der Infektion mit dem Corona-Virus betroffen sind. „Die Klinik ist in zwei streng voneinander getrennte Hälften geteilt – eine mit und eine ohne Infektionen“, berichtet Chefarzt Dr. Mario Günther. Für die Collm-Klinik gelte „Triage rot“ – das heißt: Nur lebensbedrohliche Fälle können noch zur Notfallbehandlung angenommen werden. Überlegt werde, auch die Röntgenabteilung zu schließen, um Neueinträge von Viren durch ambulante Patienten zu verhindern.

Für den Oschatzer Oberbürgermeister Andreas Kretschmar eine schlimme Situation: „Die Klinik ist das medizinische Herz unserer Stadt. Aufnahme- und Besucherstopp treffen uns hart. Aber wir haben seit Wochen gewarnt: Der Raum Oschatz hat das stärkste Infektionsgeschehen in Nordsachsen. Und nun sehen wir das Ergebnis. Ich hoffe, jetzt begreift auch der Letzte, wie ernst die Lage ist. Wir müssen Corona stoppen und die Zahlen wieder nach unten bekommen. Abstand halten, Kontakte reduzieren, Ansteckungsrisiken vermeiden – anders geht es nicht.“

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(1 mal heute gelesen)
Veröffentlicht am 4. Dezember 2020 um 15:56 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 4. Dezember 2020 um 15:56 Uhr.


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