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Sternsinger segnen Rathaus und singen am Sonntag auf dem Markt

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Heute ist Feiertag – zumindest in einigen Bundesländern. Der „Dreikönigstag“ ehrt die Heiligen Drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar. Traditionell gehen Christen und deren Kinder an diesem Tag von Haus zu Haus, segnen es und bitten um Spenden. Heute wurde das Rathaus in Taucha gesegnet.

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Die Heiligen Drei Könige Caspar Melchior und Balthasar stehen nicht in der Bibel. Weder steht dort, dass es drei Männer waren, die zur Geburt von „Jesus Christus“ Gold, Weihrauch und Myrrhe brachten, noch finden sich Hinweise darauf, wo sie herkamen oder dass sie Könige waren. Erst lange, nachdem die Bibel entstand – etwa im 6. Jahrhundert – entwickelte sich die Geschichte um die drei „Heiligen“, die erst dann namentlich benannt wurden. „Christus mansionem benedicat“, zu Deutsch: Christus segne dieses Haus bedeuten die drei Buchstaben, die in der Aufschrift 20*C+M+B+22 enthalten sind. Im Volksmund stehen die Buchstaben C, M und B aber eben auch für die Anfangsbuchstaben der heiligen drei Könige. Die 20 und 22 symbolisieren die Jahreszahl 2022, die Plus-Zeichen zwischen den Buchstaben sind in Wirklichkeit Kreuze und das Sternchen steht für den Morgenstern, dem der Legende nach die drei Männer gefolgt seien sollen.

Seit etwa dem Mittelalter ziehen am Dreikönigstag Kinder von Haus zu Haus, um zu singen sowie das Haus und ihre Bewohner zu segnen. Tauchas Bürgermeister Tobias Meier empfing heute sechs Sternsinger. Er freute sich, dass die Kinder mit ihren Eltern aus der Katholischen Kirchgemeinde St. Anna zum Rathaus gekommen waren. „Wir haben vor allem Kindergartenkinder dabei, denn wir freuen uns, dass die Schulen geöffnet sind und wollen unsere Kinder natürlich dort halten“, sagte Veronika Matros. Sie und die weiteren Vertreter von St. Anna wünschten dem Bürgermeister viel Kraft in dieser besonderen Zeit. Tobias Meier erinnerte daran, dass die Sternsinger seit 2016 die Stadtverwaltung besuchen und den Segen an der Rathaustür sowie auch einigen Bürotüren anbringen. In Corona-Zeiten werde nur die Rathaustür mit dem Segensspruch bestückt, weitere Aufkleber mit der kryptischen Abkürzung erhielt Meier aber, damit die interessierten Rathausmitarbeiter diese selbst anbringen können. In diesem Jahr durfte die neunjährige Martha, die extra schulfrei bekam, die Aufschrift am Rathaus anbringen.

Die Stadtverwaltung spendete 100 Euro, dazu kam noch ein Geldbetrag, der unter den Mitarbeitern gesammelt wurde. Veronika Matros betonte, dass der Segen nicht an eine Spende gebunden sei. Dennoch freue sie sich über jede Zuwendung. In diesem Jahr stehe die bundesweite Aktion der Sternsinger unter dem Motto „Gesund werden, gesund bleiben – ein Kinderrecht!“. Mit dem gesammelten Geld sollen Kinderhilfsprojekte in Afrika, Asien, Lateinamerika, Ozeanien und Osteuropa unterstützt werden. Bürgermeister Meier sagte, dass die Stadtverwaltung das Ansinnen gern unterstütze, um es noch weiter in die Öffentlichkeit zu bringen.

Coronabedingt ziehen die Sternsinger in Taucha in diesem Jahr erneute nicht von Haus zu Haus. Dennoch wollen sie den Segen verbreiten, sich sehen und von sich hören lassen. Am kommenden Sonntag, den 9. Januar soll darum um 15 Uhr auf dem Markt gesungen werden. „Dort werden wir mit Abstand und dennoch im Herzen nah singen und auch Spenden sammeln. Wir freuen uns über jeden, der vorbei kommt und mit dem nötigen Abstand zuhören und Teil dieser tollen Aktion sein möchte“, sagt Veronika Matros. Wer digital spenden wolle, könne dies auf der Website der Sternsinger.

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Veröffentlicht am 6. Januar 2022 um 12:04 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 6. Januar 2022 um 12:04 Uhr.


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