Wer in Tauchas Park spazieren geht, hat sie sicher schon gesehen: die sieben kleinen Haufen vor dem Großen Schöppenteich. So mancher fragt sich: Wurde hier die Müllräumung vergessen? Ist das Kunst oder kann das weg?

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Aufklärung kommt von Kathrin Gottschalk aus dem Sachgebiet Baumschutz, Parkanlagen, Umwelt der Stadtverwaltung Taucha: „Ja, das ist tatsächlich Kunst“, sagt sie. Bei den sieben Häufchen handele es sich um so genannte Landart-Modellationen, die im Zuge des Ancient Trance Festivals 2017 entstanden. „Die sind Teil eines ganzen Projektes gewesen. Da gab es Licht-Illusionen, es wurde ganz viel geschmückt mit Naturmaterialien, ein Baumstamm wurde aufwändig mit einem Kopf aus Ton geschmückt und ein Mandala wurde angelegt. Das war aus Sicht der Stadt Taucha eine wunderbare Sache. Leider wurde vieles nicht geachtet und nach dem Fest recht schnell zerstört“, bedauert Kathrin Gottschalk.

Die sieben Häufchen jedoch blieben, als nachhaltiges Kunstprojekt für den Park, „geschaffen von Ugo Girardi aus Italien“, informiert Andreas Kosmowicz vom Veranstalter Maultrommel e.V. Lediglich aus organischen Materialien wie Lehm und Holz sind die Aufschichtungen entstanden. Im Laufe der Zeit sollen sie sich vollständig zersetzen und in den Nährstoffprozess übergehen. Die ersten Veränderungen seien schon sichtbar geworden: Die bunten Einfärbungen haben sich bereits verflüchtigt.

Foto: Maultrommel e.V.

Bis zum nächsten Ancient Trance Festival in Taucha werden die Häufchen wohl gänzlich verschwunden sein, denn in diesem Jahr pausiert die Veranstaltung. Im kommenden Jahr wird das Maultrommel- und Weltmusikfestival wahrscheinlich vom 9. bis 11. August stattfinden. Auch dann sollen wieder Künstler aus der ganzen Welt eingeladen werden, um „Tauchas Schlosspark in ein magisches Kunstwerk zu verwandeln“, wie es der Veranstalter in diesem Jahr auf Facebook ausdrückte.


Stichwort Landart: Bei Landart handelt es sich um eine moderne Kunstrichtung, bei der Aktionen im Freien im Mittelpunkt stehen, durch die die Landschaft künstlich verändert wird. Hier kommen stets Naturmaterialien zum Einsatz, die vor Ort gefunden wurden. In manchen Fällen werden aber auch Dekorationen von anderen Orten verwendet.

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Veröffentlicht am 6. Juli 2018 um 11:05 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 6. Juli 2018 um 11:17 Uhr.

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