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Ausgeblitzt: Hersteller Leivtec stoppt auch Tauchas Verwaltung

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Ein Foto vom 2. Juli 2020: Tauchas Leivtec XV3 steht in der Dewitzer Straße

Aktuell sorgt unter Autofahrern ein Vorgang bei Leivtec, einem Hersteller mobiler Blitzgeräte, für Aufregung. Das vielfach eingesetzte Gerät XV3 steht im Verdacht, ungenau zu messen. Der Hersteller bittet nun darum, das Gerät nicht mehr einzusetzen. Auch die Stadtverwaltung Taucha ist davon betroffen.

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Bereits seit längerer Zeit steht das Gerät Leivtec XV3 im Verdacht, unter bestimmten Umständen Falschmessungen zu produzieren. Zahlreiche Anwälte haben sich darauf spezialisiert, die Blitzer-Bescheide anzufechten. Zuständig für die Zulassung von solchen Messgeräten ist die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB). Ende 2020 hatte die PTB die so genannten Auswerterichtlinien verschärft. Damit sollte erreicht werden, dass Messungen, die in fehleranfälligen Situationen entstanden sind, nicht mehr verwendet werden dürfen. Allerdings: auch Messungen unter eher normalen Bedingungen führten wohl vermehrt zu Abweichungen. Mindestens seit Oktober 2020 hatte die PTB davon Kenntnis. Anfang März dieses Jahres zog Leivtec vorerst die Reißleine.

In einem Schreiben an die meist kommunalen Nutzer teilt Leivtec mit:

Da zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht mit der notwendigen Sicherheit ausgeschlossen werden kann, dass es auch bei Beachtung der Regeln der ergänzten Gebrauchsanweisung zu unzulässigen Messwertabweichungen kommen kann, möchten wir sie bitten, von weiteren amtlichen Messungen vorerst Abstand zu nehmen. Wir werden uns nach Veröffentlichung der finalen Prüfergebnisse der PTB unverzüglich wieder bei Ihnen melden. Wir sind uns der Tragweite unseres Schreibens bewusst, sehen jedoch in der Sache keine andere Entscheidungsoption. […]

Ein Foto vom 2. Juli 2020: Tauchas Leivtec XV3 steht in der Dewitzer Straße

Auch Taucha ist von diesem Nutzungsstopp betroffen. Seit Anfang Mai 2018 besitzt die Stadtverwaltung das 50.000 Euro teure Gerät und blitzt damit als Kommune selbst. Im vergangenen Jahr erzielte die Stadt laut Kämmerer Marcus Rietig mit dem Blitzen Einnahmen in Höhe von rund 111.000 Euro. In diesem Jahr wurden bereits 12.000 Euro durch zu schnelle Verkehrsteilnehmer eingenommen. „Seit dem Bekanntwerden des Fehlers und Rückrufs haben wir das Gerät nicht mehr eingesetzt. Aktuell blitzen wir also nicht selbst“, so Rietig auf Anfrage. Die Kommune stimme sich derzeit mit anderen Städten, bei denen auch der Leivtec XV3 zum Einsatz kommt, über die weitere Vorgehensweise ab. Ob Taucha nun Einbußen drohen und wie hoch diese ausfallen, könne noch nicht genau beziffert werden.

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(3 mal heute gelesen)
Veröffentlicht am 29. März 2021 um 11:12 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 29. März 2021 um 11:12 Uhr.


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Daniel Große ist Herausgeber von Taucha kompakt. Er arbeitet seit 2001 als freier Journalist und berichtet hier zu allen Themen, die Taucha bewegen. Infrastruktur, Blaulicht-Meldungen, Veranstaltungen, Neues aus dem Rathaus und vieles mehr veröffentlicht er hier. Schnell, kompakt und verständlich.
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