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Nach dem Unwetter: Kommunale Schäden halten sich in Grenzen

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Foto: Tom Richter

Der Starkregen vom Sonnabend hat viele überrascht. Zahlreiche Keller standen unter Wasser, Straßen waren überspült. Nach dem Wochenende erfolgte seitens der Stadtverwaltung die Bestandsaufnahme.

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„Die kommunalen Schäden halten sich in Grenzen“, sagt Helge Zacharias, Sachgebietsleiter Bauwesen im Rathaus. Der Bauhof habe seit Montag die betroffenen Straßen vom Schlamm befreit. Direkt kaputt gegangen sei trotz der teils gewaltigen Wassermassen nichts. „Lediglich im Landschaftspark an der Wurzner Straße wurden die Wege teils weggespült“, so Zacharias. Das Wasser sammelte sich offenbar im Bereich des Aussichtsturmes als höchstem Punkt des Parks und floß dann über die Wege in Richtung Wurzner Straße. Dabei zog es Sand und Split von den Wegen mit. Ein Großteil der Pampe ergoss sich dann auf die Kreuzung Wurznerstraße / Am Schmiedehöfchen. Selbst am Haus gegenüber ist auf dem oben zu sehenden Foto ablesbar, mit welcher Wucht die Wassermassen dagegen gedrückt haben müssen. Am heutigen Dienstag begann das Unternehmen Muldenwald Landschaftspflege aus Thallwitz mit der Reparatur der ausgespülten Wege. Sand wurde aufgebracht und die Flächen mit der Rüttelplatte abgerüttelt. An vielen Stellen im Park erinnerte schon am Nachmittag nichts mehr an den gewaltigen Gewitterguss. Die restlichen Arbeiten werden am Mittwoch erledigt. Wie teuer das für die Stadt werde, wisse Zacharias noch nicht abschließend.

So und schlimmer sahen die Wege im Park aus – der Sand wurde bis auf die Schotter-Schicht abgetragen. Foto: Tom Richter.
Nur noch an wenigen Stellen im Park waren am Dienstag die Spuren des Gewitters vom Sonnabend zu sehen.

Auch in der Oberschule stand der Keller unter Wasser, Schäden seien aber nicht zu beklagen, so die Stadtverwaltung. Dafür dürfte der Schaden bei Privatleuten in die Tausende gehen. Helge Zacharias berichtet von Eigentümern, die zwar Spundwände und Barrieren hätten, aber vom Regen und vor allem den großen Mengen regelrecht überrascht worden seien und die Schutzmaßnahmen darum gar nicht aufstellen konnten.

Der kleine Schöppenteich (Ochsenkopf) war am Sonnabend gut mit Wasser gefüllt.

Dass die Kreuzung Sommerfelder / Kriekauer Straße erneut unter Wasser stand – trotz umfangreicher Bauarbeiten mit Kosten von 1,4 Millionen Euro – habe Helge Zacharias auch überrascht. „Das System hat funktioniert, die Entwässerung erfolgte über die 22 Einläufe in den Schöppenteich. Durch die große Wassermenge war der Teich aber sehr schnell voll und konnte das Wasser nicht schnell genug an die Parthe abgeben“, so der Sachgebietsleiter Bauwesen. Die Leipziger Volkszeitung zitiert ihn am Dienstag mit den Worten, man müsse sich für die Zukunft am Schöppenteich etwas überlegen.

Auch die Baustelle der Gartenstadt an der Eilenburger Straße hatte es erwischt. Sie glich am Sonnabend einem See, wie Leser „Janno“ mit diesem Foto eindrucksvoll zeigt.
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Veröffentlicht am 8. Juni 2021 um 21:32 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 8. Juni 2021 um 21:35 Uhr.


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Daniel Große ist Herausgeber von Taucha kompakt. Er arbeitet seit 2001 als freier Journalist und berichtet hier zu allen Themen, die Taucha bewegen. Infrastruktur, Blaulicht-Meldungen, Veranstaltungen, Neues aus dem Rathaus und vieles mehr veröffentlicht er hier. Schnell, kompakt und verständlich.
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