Ein Blick in die Baugrube im Haus. Foto: THW Ortsverband Leipzig.

Nach dem Beinah-Einsturz eines Hauses in der Dewitzer Straße bleibt die Fahrbahn an der Stelle weiterhin gesperrt. Der Hauseigentümer erkennt seinen Fehler, sagt aber auch, dass hier eine Mücke zum Elefanten gemacht wurde.

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In der Dewitzer Straße drohte am Sonnabend ein Haus einzustürzen. In einem nächtlichen Einsatz des Technischen Hilfswerkes (THW) wurden zwischen 20 und 30 Kubikmeter Sand und Schotter in ein Loch im Haus geschüttet. Selbiges Loch hatten Arbeiter im Auftrag des Eigentümers gegraben. „Ich wollte den kleinen Keller vergrößern. Dabei wurde die Außenwand beschädigt. Meine Arbeiter hatten vergessen, zwei Stützen einzubauen“, sagt der Eigentümer, der seinen Namen nicht nennen möchte. Auf etwa 1,20 Metern Länge sei der Boden rund 80 Zentimeter tief eingebrochen. Die Nachbarn hatten am Sonnabend die Erschütterung mitbekommen, die sich auch durch ein Loch an der Außenwand des Hauses zeigte. Die Stadtverwaltung reagierte prompt – die Straße wurde vorsorglich gesperrt, um Erschütterungen durch vorbeifahrende Fahrzeuge zu vermeiden. Das Loch, das der Eigentümer über mehrere Tage hatte graben lassen, wurde in der Nacht zu Sonntag durch das THW wieder zugeschüttet.

Dieser Raum war ringsherum bis zu etwa zwei Metern Tiefe ausgehöhlt. Das THW hat ihn mit Mineralgemisch wieder gefüllt.

Heute nun sollte ein Bausachverständiger vom Landratsamt Nordsachsen kommen. Der habe aber viel zu tun, so dass der Termin auf morgen verlegt wurde, teilte der Hauseigentümer mit. Er war seit Samstagabend ununterbrochen am Haus und hat die Arbeiten des THW angesehen und teils auch dokumentiert. „Ich habe ja vorher das abgerutschte Material sofort aufgefüllt und die Steine an der Außenwand eingefügt, damit nichts passiert. Das war in 20 Minuten erledigt. Aber was das THW hier gemacht hat, war schon beachtlich. Es waren zwar viele Menschen da, aber effektiv gearbeitet haben immer nur zwei oder drei“, meint der Hausbesitzer und zeigt zum Beweis einige Videos, die er mit dem Handy aufgezeichnet hat. Er habe knapp 20 Jahre Erfahrung im Bau, sagt er. So viel Material in das Loch zu füllen sei nach seiner Auffassung nicht nötig gewesen. „Das Haus wäre nicht eingestürzt. Da war viel Show dabei. Aber so sind die Gesetze wohl, damit muss ich leben“, meint er weiter.

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Auf den Eigentümer kommt nun viel Arbeit zu, denn Schotter und Sand müssen nach dem Baugutachten wieder zumindest teilweise raus, um ein Fundament zu erstellen. Ob für die Bauarbeiten eine Genehmigung vorlag, war nicht abschließend zu klären. Wieviel der Einsatz mit Materialkosten und inklusive Straßensperrung sowie Einrichtung der Umleitung kostet, steht noch nicht fest. Eine Versicherung habe der Eigentümer, teilt er mit. Fraglich dürfte sein, ob die bei der mutmaßlich vorliegenden Fahrlässigkeit aufkommt. Zumindest seinen Galgenhumor hat der Mann nicht verloren. Auf die Frage einer MDR-Reporterin, wie es ihm gehe, antwortete er: „Ach, prima. Die Stadt hat eine große Party veranstaltet, es waren viele Gäste da. Wir haben gesungen und gelacht, alles toll!“

Die Dewitzer Straße ist weiterhin zwischen Gartenstraße und Wallstraße gesperrt. Möglicherweise noch die gesamte Woche.

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(1 mal heute gelesen)
Veröffentlicht am 5. Juli 2021 um 14:15 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 5. Juli 2021 um 19:22 Uhr.

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Daniel Große ist Herausgeber von Taucha kompakt. Er arbeitet seit 2001 als freier Journalist und berichtet hier zu allen Themen, die Taucha bewegen. Infrastruktur, Blaulicht-Meldungen, Veranstaltungen, Neues aus dem Rathaus und vieles mehr veröffentlicht er hier. Schnell, kompakt und verständlich.
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1 Kommentar

  1. Die Äußerungen des Hauseigentümers sind an Respektlosigkeit und Arroganz nicht zu überbieten.
    Den Einsatz und die Arbeit der Kameraden und aller Beteiligten vor Ort, die sicher auch ein Privat- und Familienleben haben und am Wochenende bestimmt angenehmere Sachen machen würden, so herabzuwürdigen, ist nicht in Ordnung.
    An dieser Stelle ein Dankeschön an alle.
    Dem Hauseigentümer wird hoffentlich nach Eingang der Rechnungen das Lachen vergehen.

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