In Taucha hat sich bereits viel getan für die Fahrradfahrer, wie hier in der Portitzer Straße. Dieser einst holprige Geh- und Radweg wurde wie einige andere auch mittlerweile neu aufgebaut.
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Noch bis 30. November läuft der Fahrradklima-Test, bei dem der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) die Zufriedenheit mit dem Radverkehr in Deutschland ermittelt. Die weltweit größte Befragung zum Radfahren findet nun schon zum neunten Mal statt. Mitmachen können nicht nur ADFC-Mitglieder, sondern alle, die in ihrem Alltag das Fahrrad nutzen, ob auf dem täglichen Weg zur Arbeit oder nur gelegentlich. Auch die Tauchaer sind gefragt.

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Die Untersuchung umfasst 32 Fragen. Im Fokus der Befragung steht das Sicherheitsgefühl der Radfahrer sowie die Qualität der Radwege vor Ort. Fünf der 32 Fragen drehen sich in diesem Jahr ums Radfahren im ländlichen Raum. Diesen Schwerpunkt habe der ADFC bewusst ausgewählt, weil gerade außerhalb der Großstädte noch viel zu tun sei. „Fühlen sich die Menschen auf dem Weg in den Nachbarort mit dem Rad sicher? Gibt es für Pendler gute Fahrradparkplätze am nächsten Bahnhof? Und können Jugendliche von Dorf zu Dorf sicher selbständig mit dem Rad vorankommen? Das alles spielt natürlich im ländlichen Raum nochmal eine ganz andere Rolle, als in der Großstadt,“ sagt Konrad Krause, Geschäftsführer des ADFC Sachsen.

„Der Fahrradklima-Test ermöglicht es Menschen in großen Städten und kleinen Gemeinden, ein direktes Feedback an die Planer vor Ort, an Bürgermeister und natürlich auch an die Verkehrspolitiker auf Landesebene zu geben. In den letzten Jahren konnten wir damit viele Gefahrenstellen im Radwegenetz aufdecken.“

Nach der Auswertung des Fahrrad-Klima-Tests im vergangenen Jahr verwies die Stadt Taucha auf das Radwegekonzept und dass man sich der bestehenden Probleme durchaus bewusst sei. Seit Beginn des diesjährigen Befragungszeitraums am 1. September hätten in Taucha 96 Menschen die Fragen des ADFC beantwortet. „Damit wird es Taucha in die Auswertung schaffen, doch je mehr Menschen unsere Fragen zur Fahrradfreundlichkeit beantworten und ihre Stadt bewerten, umso mehr können die Kommunen und der ADFC zum Schluss damit anfangen“ so Krause.

Hintergrund

Der Fahrradklima-Test ist der weltweit größte Zufriedenheitsindex zum Radverkehr. Seit 2012 organisiert der ADFC die Studie im Abstand von zwei Jahren. Die Ergebnisse geben Aufschluss darüber, wie sicher sich die Menschen in einer Stadt auf dem Fahrrad fühlen und wo Mängel im Radwegenetz bestehen.

Je mehr Radfahrer am Test teilnehmen, desto besser lassen sich konkrete Aussagen über Mängel und Verbesserungen im Radwegenetz treffen. Die Ergebnisse sind deshalb der Gradmesser für die Fahrradfreundlichkeit und sowohl für den ADFC als auch für Bürgermeister, Stadträte und Verkehrsplaner ein Anhaltspunkt, an welcher Stelle in einer Kommune angesetzt werden sollte, um die Bedingungen des Radverkehrs zu verbessern.

Beim letzten Durchgang des Fahrradklima-Tests 2020 haben in Sachsen 11.000 Menschen den Fragebogen ausgefüllt. Taucha hat vor zwei Jahren den Sprung in die Endauswertung mit 156 Teilnehmenden geschafft. 51 Städte kamen in Sachsen in die Endauswertung. Deutschlandweit sind beim ADFC über 230.000 ausgefüllte Fragebögen eingegangen.

Wie funktioniert der Fahrradklima-Test?

Der Online-Fragebogen kann mit dem PC, dem Tablet oder auf dem Smartphone auf www.fahrradklima-test.de ausgefüllt werden. Zudem gibt es den Fahrradklima-Test auch als klassischen Papierfragebogen, der beim ADFC bestellt und ausgefüllt eingeschickt werden kann. Die 32 Fragen lassen sich in etwa zehn Minuten beantworten. Falls eine Frage auf die eigene Gemeinde nicht zutrifft – etwa, weil es keine Einbahnstraßen oder keine Ampeln gibt – können einzelne Fragen auch unbeantwortet bleiben. Auch die Bewertung mehrerer Städte ist gewünscht, insofern man eine gute Ortskenntnis besitzt. Am Ende der Umfrage ist Platz für Anmerkungen und Hinweise zu lokalen Problemen, die nach Abschluss des Projekts an die zuständige Stadtverwaltung und den örtlichen ADFC weitergeleitet werden.

(1 mal heute gelesen)

Veröffentlicht am 4. November 2022 um 9:19 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 4. November 2022 um 9:19 Uhr.

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