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Die Naschkatze ist da: Neues Leben für Café am Markt

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In das einstige Kaffeehaus Kraus am Markt ist neues Leben eingezogen. Seit einem Monat betreibt das Ehepaar Sandra und Markus Tschiedel das kleine Lokal als Café Naschkatze.

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Nach dem Aus für das Kaffeehaus Kraus im Juli vergangenen Jahres wegen Feuchtigkeit in den Wänden wurde das Café saniert. Das Mauerwerk wurde trocken gelegt, im Gastraum wurde eine extra Schicht aufgetragen. Seit Ende der Sanierungsarbeiten stand das Lokal leer.

Anfang des Jahres begannen sich Sandra und Markus Tschiedel dafür zu interessieren. „Ich habe Bürokauffrau gelernt, später noch Kommunikations- und Medienwissenschaften sowie Kulturwissenschaften studiert. Nach zehn Jahren bei einer Projektsteuerungsfirma wollte ich was anderes machen“, sagt die 42-jährige Sandra Tschiedel. Den Traum eines eigenes Café trage sie quasi schon das ganze Leben mit sich herum. Auch, weil ihre Leidenschaft das Backen sei, wie sie sagt. „Natürlich weiß ich, dass wohl jeder zweite davon träumt, so ein kleines Café betreiben zu können. Die Gastro-Szene verdreht da gern die Augen, das ist mir bewusst. Ich habe aber mit vielen erfahrenen Gastronomen gesprochen. Letztlich haben mir alle gesagt, wenn ich das nötige Herzblut dafür habe, dann sollte ich das auch angehen. Und hier bin ich nun“, schmunzelt die Tauchaerin.

Sie und ihr Mann waren auch oft Gäste im Kaffeehaus Kraus und fanden die Schließung im vergangenen Jahr sehr schade. Umso mehr freuen sie sich nun, dass sie das Café weiter betreiben können. Wenngleich im Gastraum nichts mehr an das einstige Café mit Wiener Flair erinnert. Bis auf die denkmalgeschützten Decken und den Fußboden ist alles neu. „Die Wände waren nach der Sanierung fertig gestrichen. Wir haben hinter dem Tresen eine goldene Wand hergerichtet, den Tresen sowie die Möbel reingestellt“, sagt Markus Tschiedel, der als Rechtsanwalt direkt über dem Café arbeitet. „Das war eine glückliche Fügung, dass hier ein Büro leer wurde. So arbeiten meine Frau und ich im gleichen Haus“, sagt der 44-Jährige. Die Tische und Stühle fand das Ehepaar auf Flohmärkten.


Auch die Backstube musste neu eingerichtet werden. „Wir sind ja branchenfremd, mussten uns erst mal informieren, was man alles braucht“, sagt Sandra Tschiedel. Inzwischen sei alles geklärt und am 3. Oktober wurde das Café offiziell eröffnet. „Viele haben sich gefreut, hier wieder einen Kaffee trinken zu können. Nicht nur ältere Leute aus dem Pflegeheim, sondern vor allem junge Familien mit Kindern kommen her. Die Spiel-Ecke wird gut genutzt“, erzählt die Inhaberin.

Auf ihre alte Siebträger-Maschine ist das Ehepaar besonders stolz. Das Fabrikat der Marke Faema aus dem Jahr 1965 wurde aufwändig restauriert. „Wir wollen hier Kaffee bewusst erleben und servieren. Eine Maschine, aus der auf Knopfdruck Cappuccino kommt, kam für uns nicht in Frage“, sagt Sandra Tschiedel. Den Kaffee beziehen die Betreiber von der Leipziger Rösterei Röskant.

Auf der Karte stehen Kuchen, Torten und verschiedene Sorten Kaffee. Auch eine Tagessuppe wird seit kurzem angeboten. Mit einem Frühstücksangebot halten sie sich derzeit noch zurück, auch wenn bereits danach gefragt wurde. „Dafür müssten wir jemanden einstellen, das ist aktuell noch nicht drin“, so Markus Tschiedel. Bei den Zutaten werde Wert auf Regionalität gelegt. Das Mehl stamme aus der Mühle aus Engelsdorf, die Eier ebenfalls von einem Hof aus Engelsdorf. In der Woche könne man aus sechs bis acht Sorten Kuchen und Torten wählen. In der Vorweihnachtszeit gebe es auch Stollen, den die Betreiber des Café Naschkatze von der Bäckerei Hantschke beziehen. Beliebt sei bereits jetzt nach vier Wochen der hauseigene Schokokuchen. „Der ist der Renner – und es macht uns schon stolz, wenn die Leute nach der kurzen Zeit danach fragen“, freut sich Sandra Tschiedel.

Geöffnet ist das Café Naschkatze Dienstag bis Freitag von 11.30 Uhr bis 17 Uhr, am Wochenende und Feiertags von 14 bis 17 Uhr.

Veröffentlicht am 7. November 2019 um 12:42 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 7. November 2019 um 12:44 Uhr.


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Seit 2001 arbeitet Daniel Große als freier Journalist. Er fühlt sich in vielen Themengebieten zu Hause. Lokales, Immobilienthemen, Ratgeber- und Verbrauchernachrichten, Medien und Netzwelt sind seine bevorzugten Gebiete. Daniel Große ist Herausgeber von Taucha kompakt.
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