Foto: Stadt Taucha

Ohne große Überraschungen ging die 3. Stadtratssitzung am Donnerstagabend im Ratssaal Erzbischof Wichmann über die Bühne. Bürgermeister Tobias Meier erinnerte zu Beginn an die Ereignisse des 9. Oktober in der DDR vor 30 Jahren und auch an das schrecklichen Attentat in Halle, bei dem zwei Menschen ums Leben kamen. „Wir alle stehen zusammen gegen Gewalt“, sagte er. Bei den zu fassenden Beschlüssen gab es kaum Nachfragen. Das ist auch wenig verwunderlich, denn die Thematiken sind allesamt durch diverse Ausschüsse gegangen.

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Die Beschlüsse im Einzelnen

Theodor-Körner-Straße wird grundhaft ausgebaut
Seit einigen Jahren beschäftigt der geplante Ausbau der Theodor-Körner-Straße die Stadtverwaltung und die Haushaltsplanung. Kein Wunder, die Maßnahme ist in einem höheren sechsstelligen Bereich angesiedelt. Die genauen Kosten und die ausführende Firma dürfen erst nach Ablauf der zehntägigen Einspruchsfrist der unterlegenen Bieter genannt werden. Wie vorab berichtet gaben sieben Unternehmen ein Gebot ab, die auch alle in die Wertung kamen. Das Ingenieurbüro Hirsch hat die Auswertung vorgenommen und einen Bieter ermittelt, dem der Zuschlag aufgrund der Eignung und der Preisgestaltung zu erteilen sei. Der Empfehlung folgten alle anwesenden 18 Stadträte einstimmig.

Die stark sanierungsbedürfte Theodor-Körner-Straße soll zwischen Leipziger und Klebendorfer Straße grundhaft erneuert werden. Inbegriffen ist hier auch die Sanierung der Friedrich-Engels-Straße zwischen Manteuffel- und Theodor-Körner-Straße. Der Freistaat Sachsen fördert die Maßnahme mit 70 Prozent. Der Rest kommt aus Eigenmitteln und muss im Haushaltsplan 2020 entsprechend berücksichtigt werden. Der Baubeginn soll noch Ende diesen Jahres erfolgen.

Rückstellungen für Einrichtungen neuer Kitas
Die Stadt Taucha lässt derzeit über seine städtische Gesellschaft GBV die neue Kita Kükennest an der Eilenburger Straße errichten und die Kita St. Moritz an der Klebendorfer Straße erweitern. Mit den Trägern DRK und Diakonie wurden zur Beschaffung der Ausstattungsgegenstände diverse Gespräche geführt und der Ausstattungsgrad finanziell ermittelt. Diese Erstausstattung wird den Trägern seitens der Stadt Taucha erstattet. Da aktuell nicht absehbar ist, wann welche Zahlungen fällig werden, mussten nun Rücklagen gebildet werden: für die Kita Kükennest 230.000 Euro und für den Erweiterungsbau der Kita St. Moritz 70.000 Euro.
Der Beschluss für die Rücklagenbildung wurde von allen Stadträten einstimmig gefasst.

Archikart löst Geovision ab
Die Stadtverwaltung Taucha möchte in Zukunft ämterübergreifend die Geodaten-Software Archikart verwenden. Die Software kostet inklusive Schulungs-, Installations- und Migrationsleistungen einmalig 70.000 Euro. Künftig soll die Software im Ordnungsamt, dem Bauamt und Liegenschaftsamt eingesetzt werden. Synergien würden entstehen, weil auch andere Kommunen Archikart einsetzen. So gehe der Datenaustausch schneller von statten, erklärte Andreas Windhövel, Fachbereichsleiter Innere Verwaltung.
Nachdem Stadtrat Fridtjof Erbs von den Grünen sich erkundigte, ob dies einmalige Kosten seien und Windhövel dies bestätigte, beschlossen die Stadträte einstimmig die Mittelfreigabe.

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Generationswohnen An der Schäferei
Eines der kleinsten Wohngebiete in Taucha kann nun realisiert werden. Denn die Stadträte machten mit dem Satzungsbeschluss einstimmig den Weg frei für die Erweiterung des Gebietes An der Schäferei um ein Generationswohnprojekt. Alle Offenlegungen hätten stattgefunden, Bedenken seien gehört und eingearbeitet worden, so Bauamtsleiterin Barbara Stein. Für die rund 2000 Quadratmeter Bauland gibt es also nun Planungsrecht.

Schul- und Sportcampus Friedrich-Ebert-Wiesen
Fast monatlich beschäftigt die Ausschüsse und den Stadtrat der künftige Schul- und Sportcamput an den Friedrich-Ebert-Wiesen. In dieser Sitzung ging es um den Auslegungs- und Billigungsbeschluss des Bebauungsplanes Nr. 58a. Alle Stadträte stimmten dafür. Vom 12. November bis 16. Dezember soll der Entwurf öffentlich ausliegen. Außerdem erfolgt in diesem Zeitraum auch die Beteiligung aller Behörden. Die Stadt Taucha hat hier dringenden Handlungsbedarf, weshalb das Bebauungsplanverfahren als beschleunigtes Verfahren durchgeführt wird. Bereits Ende des Jahres soll es einen Mini-Wettbewerb für den zu bauenenden Schulcampus und die Sporthalle geben.

Weitere Einfamilienhäuser in Merkwitz
Als letzte Beschlüsse wurden einstimmig die Verkäufe zweier Grundstücke im Wohngebiet An der Mühle in Merkwitz gefasst. Damit ist nun noch ein Grundstück in diesem neuen Wohngebiet frei, alle anderen Flächen, die ehemals der Stadt Taucha gehörten, sind an private Bauherren verkauft.

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Veröffentlicht am 11. Oktober 2019 um 12:28 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 11. Oktober 2019 um 12:28 Uhr.

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