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Filmpremiere von „Kleine Stadt – großes Herz“ wird verschoben

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Es war abzusehen, auch wenn der Tauchaer Filmemacher Jonas Juckeland bis zuletzt noch anderes hoffte: die Premiere seines Filmes „Kleine Stadt – großes Herz“ muss verschoben werden. Der neue Termin ist noch offen, Karten behalten ihre Gültigkeit.

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Seinen 23. Geburtstag am heutigen 16. April hat sich Jonas Juckeland anders vorgestellt. Anstatt seinen Ehrentag ausgelassen zu feiern tippt er tief bewegt eine Pressemitteilung, die von der Verschiebung der Premiere seines Filmes berichtet. „Ich bin wirklich den Tränen nah, das geht nicht spurlos an mir vorüber“, sagt er gegenüber Taucha kompakt. Seit einem Jahr arbeitet er auf diesen einen Termin, den 9. Mai 2020, hin. Investierte endlos viele Stunden für Produktion, Schnitt und Feinschliff am Film, dem Plakat, organisierte den Kartenvorverkauf und vieles mehr. Spätestens seit dem gestern von der Bundesregierung verkündeten weiterhin geltenden Verbot von Großveranstaltungen steht aber nun fest: Der Premierentermin am 9. Mai und auch die zusätzlichen Vorführungen am 10. Mai sind nicht zu halten.

„Diese Entscheidung ist uns als Macher des Filmes angesichts der riesigen Euphorie der Kleinstädter und unserer Vorfreude auf den großen Tag der Premiere nach so vielen Arbeitsstunden nicht leicht gefallen“, sagen Jonas Juckeland und seine Kollegin Rosa von Ochsenstein, die beiden Macher des Filmes. Allerdings sei in der aktuellen Situation eine Premiere mit so vielen Menschen auf engstem Raum in der Kulturscheune des Ritterguts undenkbar, zumal die Gesundheit jedes Einzelnen für die Filmemacher und für den Veranstalter Schlossverein Taucha an aller erster Stelle stehe, heißt es weiter. „Um niemanden gesundheitlich zu gefährden und besonders Risikogruppen vorsorglich zu schützen, sind Solidarität, Verständnis und Geduld gefragt wie kaum jemals zuvor“, versucht sich Jonas Juckeland selbst zu trösten.


Dass Taucha eben genau diese Gemeinschaft und den Zusammenhalt als Kleinstadt leben kann, ist den Filmemachern nicht nur bekannt, sondern auch genau der thematische Schwerpunkt, worum sich im etwa einstündigen Dokumentarfilm dreht. „Aus diesem Grund ist uns auch durchaus bewusst, wie wichtig solch ein Film, der eben genau das ganz besondere Leben in dieser Kleinstadt wunderschön in Szene gesetzt zeigt, gerade in diesen außergewöhnlichen und ‚tristen‘ Tagen ist“, so Juckeland. Daher laufen die gemeinsamen Bemühungen der Filmemacher, des Schlossvereines und der Stadtverwaltung Taucha um die Findung eines Ersatztermines für die Filmpremiere auf Hochtouren. Aufgrund der dynamischen Entwicklungen ließ sich allerdings bislang noch kein Ausweichtermin für die Filmpremiere und die beiden Zusatzveranstaltungen festmachen. Was allerdings feststeht ist, dass die verkauften Karten in jedem Fall ihre Gültigkeit behalten werden.

Einen kleinen „Vorgucker“ wird es am 1. Mai geben. Dann nämlich soll auf Youtube und auf der Facebook-Seite des Filmes ein Making-Of online gehen. „Der Weg zum Film“ zeigt genau das und gibt in knapp sechs Minuten einen Einblick in die Dreharbeiten.

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Veröffentlicht am 16. April 2020 um 18:02 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 16. April 2020 um 17:45 Uhr.


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