Foto: Freiwillige Feuerwehr Taucha

Nach dem Brand im Keller eines Einfamilienhauses in der Matthias-Erzberger-Straße in Taucha steht nun die Brandursache fest. Zudem möchte sich die Familie bei allen Helfern bedanken.

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Vergangenen Samstagnachmittag: Familie Andrä sitzt in ihrem Garten, in der Feuerschale lodern ein paar Holzscheite. „Wir hatten im Garten gearbeitet und uns dann ausgeruht. Ich hab mich noch über das schöne Wetter gefreut“, sagt Kerstin Andrä, die vielen Tauchaern als Lehrerin bekannt ist. Plötzlich habe sie sich gewundert, warum aus ihrem Schornstein schwarzer Rauch käme. „Mein Mann hat sofort nachgesehen, kam aber gar nicht in den Keller und hat gesagt, wir sollen sofort die Feuerwehr rufen“, schildert die Tauchaerin den Ablauf. Frühere Angaben, wonach es die Bewohner noch aus dem brennenden Haus geschafft hätten, würden nicht stimmen, sagt sie. „Wir waren bei Ausbruch des Brandes gar nicht im Haus. Zum Glück, denn bei uns wohnt auch meine über 80-jährige Mutter. Wer weiß, ob das dann so glimpflich ausgegangen wäre“, sagt sie.

Die Familie lief dann vor das Haus. „Dort hatte offenbar ein Feuerwehrmann, der zufällig vorbei lief, schon die Feuerwehr gerufen. Ich weiß gar nicht, wer das war. Jedenfalls möchte ich ihm danken“, sagt Kerstin Andrä. Auch allen weiteren Helfern gebühre der Dank der Familie, sagt sie. „Eine Nachbarin bot an, Kaffee zu kochen. Andere wollten uns bei der Suche nach einer Ausweichwohnung helfen oder haben mit anderen Dingen ausgeholfen. Man kann gar nicht genug danken, wenn einem in so einer Situation derart viel Hilfe angeboten wird“, so die Tauchaerin.

Das Haus sei mindestens ein Jahr lang nicht bewohnbar, muss komplett entkernt werden. „Innen ist alles schwarz, wir können immer nur kurz und nur mit FFP3-Maske rein“, sagt Kerstin Andrä. Auch die Fassade habe einiges abbekommen. Heute war ein Vertreter der Versicherung da. Das Haus sei sehr gut versichert, inklusive des Hausrats in der Wohnung der Mutter. Die Familie hofft nun, dass nach der Brandschadensanierung alles wieder so wird wie vorher. „Mein Mann hat das Haus seit einigen Jahren umgebaut und saniert. Eigentlich wollten wir dieses Jahr fertig werden“, berichtet Kerstin Andrä. Untergekommen ist die Familie vorerst in einer Wohnung von Freunden. „Wir haben auch noch eine Wohnung in der Marktstraße, die muss aber erst hergerichtet werden. Die Stadt Taucha hat Hilfe und wohl ebenfalls eine Wohnung in der Marktstraße angeboten. Da müssen wir mal einen Termin machen“, sagt die Lehrerin. Insgesamt wirkt sie gefasst. „Was bleibt mir denn anderes übrig? Ich muss funktionieren, meine Gedanken zusammennehmen“, sagt sie. Auch am Tag des Brandes habe sie nicht unter Schock gestanden. Die Meldung der Polizei, wonach es drei Leichtverletzte (dazu zählt auch, wenn Personen einen Schock erlitten haben) gegeben habe, stimme demnach nicht. „Wir hatten keinen Schock“, meint sie.

Als Ursache für den Brand hätten Ermittler der Polizei einen Akku oder ein Akku-Ladegerät ausgemacht, sagt Chris Graupner, Sprecher bei der Polizeidirektion Leipzig. „Am 16. Januar wollte der Brandursachen-Ermittler mit seiner Arbeit beginnen, da war die Kohlenmonoxid-Belastung aber noch zu hoch. Am Folgetag konnte dann der Ausbruch des Brandes aufgrund eines technischen Defekts am Akku oder dessen Ladegerät bestätigt werden“, so Graupner. Der Brand habe sich laut Kerstin Andrä sehr schnell ausgebreitet. „Das Ladegerät für den Baumaschinen-Akku stand auf der Werkbank. Die ist aus Holz, ringsherum standen Werkzeuge und Materialien. Der Akku war neu. Künftig lassen wir so etwas nicht mehr aus den Augen“, sagt sie.

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Veröffentlicht am 20. Januar 2022 um 11:27 Uhr.
Letzte Bearbeitung: 20. Januar 2022 um 17:15 Uhr.

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Daniel Große ist Herausgeber von Taucha kompakt. Er arbeitet seit 2001 als freier Journalist und berichtet hier zu allen Themen, die Taucha bewegen. Infrastruktur, Blaulicht-Meldungen, Veranstaltungen, Neues aus dem Rathaus und vieles mehr veröffentlicht er hier. Schnell, kompakt und verständlich.
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